Gesangverein 1872 Kallenhardt
 



Wir über uns

Der Kallenhardter Chorgesang kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Mit der Gründung des Ensembles im Jahr 1872 als "Männergesangsverein" begann eine ebenso reiche wie wechselhafte Entwicklung, im Rahmen derselben sich auch die Erweiterung zum gemischten Chor vollzog.

Heute zählt der Chor ohne Zweifel zu den zentralen Kulturträgern unserer Region, deren musikalisches Leben er insbesondere durch Konzerte, aber auch durch benefizierende und sogar karitative Veranstaltungen wesentlich mitprägt. Darüber hinaus dokumentiert sich die musikalische Arbeit des Chores in CD-Aufnahmen und Rundfunkübertragungen. Ein wesentliches Anliegen des Chores Kallenhardt ist dabei, ein anspruchsvolles Repertoire in seiner ganzen Breite zu pflegen, das von der Renaissance bis zur Gegenwart reicht und sowohl geistliches als auch weltliches Liedgut umfaßt. (Es reicht gegenwärtig etwa von Palestrinas "O vos omnes" bis zum "Veronika, der Lenz ist da" der Comedian Harmonists).

Konzertreisen bis ins europäische Ausland prägen ebenfalls das Leben des Chores. Ein besonderer Höhepunkt der letzten Jahre war sicherlich unsere Fahrt nach Weissrussland, wo wir am Internationalen Wettbewerb der Vokalmusik ("Mahutny Boza") teilnahmen und ausgezeichnet wurden.

Für die Zukunft planen wir unser Repertoire weiter auszubauen.

Übrigens: wenn Sie die Absicht haben uns eine Spende zukommen zu lassen, wir sind als gemeinnütziger Verein berechtigt eine Spendenbescheinigung auszustellen.

Wir sind...

... ein gemischter Chor bestehend aus vierzig motivierten Sängerinnen und Sängern. Wir proben einmal pro Woche am Dienstagabend im Kallenhardter Alten Rathaus.

Was wir machen...

Der weitaus größte Teil unserer Tätigkeit ist natürlich musikalischer Natur. Unsere Aktivitäten reichen hier von der Teilnahme an Sängerfesten und Chor-Treffen über eigene Konzerte in der Weihnachts- oder Passionszeit bis hin zur konzertanten Wiedergabe größerer Werke (z.B. Franz Schubert: "Deutsche Messe" oder Charles Gounod: "Messe Nr. 7 in C-Dur"). Wir singen sowohl weltliche als auch sakrale Literatur.

Auch außermusikalische Aktivitäten kommen bei uns nicht zu kurz! So unternehmen wir im Sommer alljährlich eine Wanderung mit  anschließendem Grillen, besuchen gemeinsam Opern- und Theateraufführungen oder treffen uns auch schon mal zu ein- oder mehrtägigen Ausflügen nach Berlin, Mogilev in Weissrussland, Polen (Krummhübel bei der Schneekoppe), Waldkirch im Schwarzwald sowie Heppenheim an der Bergstrasse.

Die Stimmen in einem Chor

Zunächst ein paar Erklärungen wie ein Chor aufgebaut ist.
In jedem Chor gibt es vier Stimmen

Frauenstimmen:

Sopran
Alt

Männerstimmen:

Tenor
Bass

Es gibt gelegentlich auch noch zusätzliche Stimmen wobei die Stimmen noch mal unterteilt werden. Z.B.: Bariton, Countertenor, Kontra-Alt, Mezosopran usw. Diese Bezeichnungen gibt es normalerweise nur bei Solisten und weniger im Chorgesang.
Das besondere beim Chorgesang ist, daß jede Stimmlage von einer besonderen Persönlichkeit geprägt ist. Also die Sängerinnen und Sänger gebärden sich je nach Stimmlage unterschiedlich. Es gibt dafür keine begründete Erklärung für dieses Phänomen.

Der Sopran
Der Sopran singt am höchsten. Dies veranlasst nunmehr diese Sängerinnen, sich für die Herrscherinnen des Himmels und der Erde zu halten. Wenn ein Komponist nicht spätestens in jedem 2. Takt für sie ein hohes F geschrieben hat, fühlen sie sich gelangweilt und wollen nicht mehr weiter singen. Jeder Chorleiter hat es nun schwer sie weiter zu motivieren. Als Dank dafür halten sie dann aber diese Töne mindestens doppelt so lange aus, als es der Komponist oder der Dirigent vorgesehen hat. Dann beschweren sie sich, daß der Komponist eine Sadist sei, der ihre Stimmen ruinieren will. Ihr Verhältnis zu den anderen Stimmen ist sehr unterschiedlich, aber auf alle Fälle sind sie untergeordnet. Nach Meinung der Sopranistinnen ist die Alt-Stimme völlig überflüssig und könnte ohne Verlust gestrichen werden. Sie können sich einfach nicht vorstellen, wie jemand dauernd in so einer ziemlich tiefen Tonlage singen könne. Von den Tenören halten die Sopranistinnen sehr viel, einmal, da man mit ihnen gut flirten kann und zum anderen kann man im Duett mit ihnen in den höchsten Tönen trällern, wobei die Männer nur mit größter Anstrengung an die tiefe oder mittlere Sopranlage herankommen. Das Verhältnis zum Bass, der Sopran betrachtet ihn als Abschaum der Erde, ist vor Allem dadurch sehr getrübt, da er immer zu laut ist und ein Zusammenklang sowieso nicht möglich ist, bei dieser grabestiefen Stimme. Obwohl Soprane nur in Ohnmacht fallen, wenn der Tenor singt, gehen sie doch hin und wieder gerne mit einem Bass nach Hause.

Der Alt
Die Altistinnen glauben, dass sie das Salz der Erde sind. Bescheiden und anspruchslos, wie sie nun mal sind, würden sie bei einem Konzert auch in Jeans und Pullover auftreten, wenn man sie nur lassen würde. Über zu hohe oder zu tiefe Töne können sie sich wirklich nicht beschweren. Sie wissen auch genau, dass alle anderen Stimmgruppen glauben, dass der Alt die leichteste Stimmlage ist. Doch der Alt weiß es besser. Eine Altistin weiß, daß sie harmonisch und rhythmisch verzwickte Melodienverläufe zu singen hat, in denen es nur so von Kreuzchen und B's wimmelt, während der Sopran stundenlang auf dem hohen "A" quietscht. Dafür werden sie dann auch noch kaum gehört, da der Sopran und der Bass immer zu laut singen. Gegenüber den Tenören haben sie ein natürliches Mißtrauen entwickelt. Die Tenöre singen ja in einer ganz ähnlichen Stimmlage, sind aber fest davon überzeugt, dass sie besser klingen. Die Männer vom Bass mögen sie ganz gern, weil sie so tief unter ihnen brummen. Im Duett mit dem Bass haben sie endlich mal die Gelegenheit, auch gehört zu werden.

Der Tenor
Da es nie genug Tenöre gibt werden sie immer sehr verhätschelt. Jeder gute Chorleiter würde lieber seine Seele verkaufen als einen halbwegs guten Tenor ziehen lassen. Aus unerfindlichen Gründen ist es aber in der Realität so, dass die Tenöre garnicht mal so schlecht sind. Es ist also nicht verwunderlich, dass sich die Tenöre immer gebärden wie die Pfauen. Er schafft es den Sopran in Ohnmacht fallen zu lassen. Eines verunsichert die Tenöre, wenn die Bässe durchblicken lassen, dass einer der so hoch singt, doch unmöglich ein richtiger Mann sein kann. Das würde natürlich kein Tenor zu geben. Er beschwert sich höchstens über diese Sadisten von Komponisten, die ihn ständig dazu zwingen so hoch zu singen. Jeden einzelnen Tenor verbindet mit dem Chorleiter eine Hassliebe, da der Dirigent immer verlangt, dass er wegen der fehlenden Masse an Tenören lauter singen soll. Die armen Tenöre fühlen sich von jeder anderen Stimmlage bedroht. Der Sopran erreicht diese verdammt hohen Töne. Der Alt singt immer noch spielend in der Tonlage, in der sich der Tenor fast selbst erwürgt. Und die Bässe, die nicht über das "E" hinaus kommen, singen auch noch laut genug, um den Tenor sang- und klanglos untergehen zu lassen.

Der Bass
Die Bässe singen am tiefsten von allen. Das erklärt eigentlich schon alles. Sie sind schwerfällige, grundsolide Leute mit einem starken Bartwuchs. Sie sind ständig der Überzeugung, dass sie nicht genug beachtet werden, leben aber in der tiefen Überzeugung, dass ihre Stimme die wichtigste ist. Und das obwohl sie den langweiligsten Part überhaupt singen müssen: seitenweise den selben Ton oder endlose Quinten. Das gleichen sie dadurch aus, in dem sie so laut singen, wie es ihnen der Dirigent durchgehen lässt. Sie sind übrigens die einzige Gruppe, die sich über zu tiefe Töne beschweren kann. Deshalb verzerren sie das Gesicht in unvorstellbarer Weise, wenn sie diese tiefen Töne singen müssen. Eigentlich sind die Bässe recht verträgliche Gesellen. Dies reicht aber nicht für die Tenöre. Tenöre sind ausgemergelte Wichtigtuer. Es gibt nichts, was einem Bass mehr stört, als mit dem Tenor im Duett zu singen. Den Alt hingegen mögen sie, außer im Duett. Der Sopran befindet sich aus Sicht der Bässe auf der anderen Seite der Erdkugel. Für den Bass ist es unbegreiflich wie man so hoch singen kann und es dann so erbärmlich klingt, wenn er falsch singt. Fehler vom Bass werden meistens durch die anderen Stimmen übertönt. Deshalb können Bässe bei einem Fehler fröhlich weitersingen.

Was Sie machen...

Haben Sie Lust bekommen, auch bei uns mitzusingen? – Kein Problem! Egal ob Sie schon Chorerfahrung haben oder nicht, schauen Sie doch einfach mal vorbei.

Probenzeit: Dienstag, 19:30 Uhr im Alten Rathaus in Kallenhardt

Oder wenden Sie sich an

unsere Vorsitzende Elisabeth Teipel (Tel. 0 29 02 / 28 90)

oder

unsere Chorleiterin Elvira Steinwachs (Tel. 0 29 25 / 81 77 85).

Bisherige Chorleiter:

- Johannes Schmidt (1872 - 187?)
- Herr Bärendes (187? - 1882)
- Dr. Clemens Vossmann (1882 - 1886)
- W. Berkenkopf (1886 - 1901)
- Jac. Hatzig (1902 - 1922)
- Herr Groske (1922 – 1924)
- Ludwig Reddemann (1924 - 1938)
- Wilhelm Aust (1938 – 1939)
- Theo Aust sen. (1945 - 1950)
- Max Greiner (1950 - 1954)
- Theo Aust sen. (1954 - 1962)
- Josef Arenst (1962 – 1963)
- Berthold Treude (1963 -. 1963)
- Josef Kirchhoff (1963 – 1995)
- Achim Hensel (1995 – 1998)
- Theo Aust jun. (1998 – 1999)
- Klaus Belzer (1999 – 2000)
- Dr. Constantin Grun (2000 – 2006)
- Elvira Steinwachs (seit 2006)

Bisherige Vorsitzende:

- Johannes Schmidt (1872-1889)
- Herr Schrage (1889 - 1890)
- Herr Ising (1890 - 189?)
- Herr Ricken (189? - 189?)
- Herr Tebbe (1900 - 1912)
- (Zwischen 1912 und 1922 wurden keine Protokolle geführt.)
- Josef Raulf (1921-1961)
- Fritz Schmidt (1961-1967)
- Helmut Aust (1967-1980)
- Paul-Heinz Aust (1980-1987)
- Helmut Arnst (1987-1988)
- Helmut Nolte (1988-1995)
- Andrea Koerdt (1995-1998)
- Kunibert Linnemann (1998-2001)
- Elisabeth Teipel (seit 2001)

 

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